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Brille oder Kontaktlinsen?


Es ist noch nicht lange her, dass Menschen, die eine Brille brauchten, auf eine einzige Möglichkeit angewiesen waren: zum Augenarzt zu gehen und eine der damals auf dem Markt erhältlichen Brillen zu tragen. Die Auswahl an Brillenfassungen war nicht groß, und so empfanden die meisten Patienten diese Behinderung als große Einschränkung in ihrem Leben. Eine junge Dame davon zu überzeugen, eine Brille zu tragen, kostete damals viele Tränen. Es gab sogar Fälle, in denen Menschen lieber nur Umrisse sahen, als sich eine Brille aufzusetzen.
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Brillenfassungen
Heutzutage sieht die Lage ganz anders aus. Brillen sind ein alltäglicher Bestandteil des Lebens von mindestens 50 % der Bevölkerung, von kleinen Kindern bis hin zu Senioren. Viele Teenager tragen sogar Brillen mit gläsern ohne Sehstärke, um ihr Image aufzubessern.

Das liegt wohl daran, dass sich das Angebot an Brillenfassungen so sehr verbessert hat, dass die heutigen Optikergeschäfte vor lauter Fassungen in verschiedenen Formen, Farben und Materialien nur so überquellen. Man kann sich eine Brille für jede tägliche Aktivität aussuchen, also für die Arbeit, die Freizeit und gesellschaftliche Anlässe. Wir können sogar unsere Kleidung auf die Farbe der Brille abstimmen. All das ist heute möglich.

Optikergeschäfte beschäftigen nicht nur Augenärzte, sondern auch Visagisten. Diese helfen dann dabei, Brillenfassungen auszuwählen, die genau auf Ihren Typ, Ihre Gesichtsform sowie Ihre Haar- und Hautfarbe und Ihr Alter zugeschnitten sind. Diese Dienstleistungen werden vor allem von Frauen in Anspruch genommen, aber es ist keine Ausnahme, dass auch Männer beginnen, sich dafür zu interessieren. Man kann sagen, dass Brillen heute so etwas wie ein Teil unserer Garderobe sind. Morgens greifen wir zu der Brille, die am besten zu unserer Bluse passt. Der Wandel in dieser Hinsicht ist wirklich enorm, und heute gibt es nur noch einen verschwindend geringen Anteil an Menschen, die sich gegen eine Brille sträuben.

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Kontaktlinsen
Kontaktlinsen sind eine weitere Möglichkeit, Sehschwächen zu korrigieren. Die Auswahl an Brillenfassungen ist riesig, dennoch gibt es Situationen, in denen wir lieber auf eine Brille verzichten. Vor allem beim Sport oder in Situationen, in denen uns eine Brille im Weg wäre. Wir können uns für Kontaktlinsen entscheiden, und niemand wird bemerken, dass mit unseren Augen nicht alles in Ordnung ist.

Nach Rücksprache mit dem Arzt verschreibt uns der Augenarzt Kontaktlinsen, die genau auf unsere Sehschwäche zugeschnitten sind. Im Gegensatz zu klassischen Brillen, die man nur reinigen muss, damit sie weiter funktionieren, ist die Pflege bei Kontaktlinsen etwas aufwendiger. Sie müssen in einer speziellen Lösung und einem Etui aufbewahrt werden, wobei die Lösung steril sein muss. Die Linsen müssen vor dem Kontakt mit scharfen Gegenständen wie Fingernägeln, Pinzetten und Ähnlichem geschützt werden. Der Behälter muss regelmäßig desinfiziert werden. Man muss darauf achten, dass sich kein Schimmel bildet oder Bakterien in den Behälter gelangen, da dies eine Gefahr für das Auge darstellen kann.

Wie soll man sich also entscheiden?
Nach Abwägung der Vor- und Nachteile lässt sich sagen, dass jeder, der Probleme mit den Augen hat, zunächst einen Augenarzt aufsuchen sollte, der feststellt, was erforderlich ist. Wenn Ihre Probleme durch eine Brille gelöst werden können, wird er Ihnen geeignete Brillengläser verschreiben. Wenn Sie sich für Kontaktlinsen oder eine Kombination aus beidem entscheiden, werden Ihnen auch Kontaktlinsen verschrieben. Außerdem werden Sie in deren Handhabung unterwiesen. Und dann bleibt nur noch eines: die Welt wieder mit einem Lächeln zu betrachten.