Für viele ist das Reisen reizvoll, weil sie sich danach sehnen, unbekannte Landschaften und exotische Orte kennenzulernen. In diesem Fall kennen Sie das Gefühl, wenn Sie in der Abflughalle des Flughafens ankommen und voller Vorfreude zu neuen Erlebnissen fliegen. Manche Menschen fliegen gerne, andere wiederum mit Bedenken. Beide Gruppen sind jedoch dem gleichen Risiko ausgesetzt. Dieses unangenehme Risiko ist die tiefe Venenthrombose. Sie entsteht vor allem deshalb, weil wir auf langen Reisen nicht genug Bewegung haben, die für eine ausreichende Durchblutung der unteren Gliedmaßen notwendig ist. Das bedeutet also nicht, dass wir nur im Flugzeug gefährdet sind. Auch eine lange Busfahrt kann diese Komplikation hervorrufen. Es versteht sich von selbst, dass bestimmte Personengruppen anfälliger für diese gesundheitlichen Probleme sind. Große Höhe, Luftdruck und Sauerstoffmangel – all dies kann zu gesundheitlichen Komplikationen beitragen.
Vorsicht bei langen Reisen sollten Menschen mit chronischen Erkrankungen des Kreislaufsystems, Herzerkrankungen oder Lungenerkrankungen walten lassen. Anfällig sind auch Frauen, die die Antibabypille einnehmen. Diese erhöht nämlich an sich schon das Thromboserisiko. Besonders vorsichtig sollten schwangere Frauen, Menschen nach einer Embolie oder Personen mit einer Blutgerinnungsstörung sein. Wenn Sie sich dennoch auf lange Reisen begeben, versuchen Sie, mindestens einmal alle halbe Stunde Ihre Gliedmaßen zu strecken. Wenn Sie nicht im Gang aufstehen können, trainieren Sie die Muskeln in den Beinen zumindest im Sitzen.
Bewegen Sie Ihre Gliedmaßen so, dass Sie den Blutkreislauf zum Herzen anregen. Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko sollten auf Reisen Kompressionsstrümpfe tragen. Wichtig ist auch, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Versuchen Sie, mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu trinken, am besten normales Wasser. Wenn Sie bereits an einer Gefäß- oder Herzerkrankung leiden, wenden Sie sich vor der Reise unbedingt an Ihren Arzt und besprechen Sie die Reise mit ihm. Möglicherweise empfiehlt er Ihnen ein blutverdünnendes Medikament.